[12] Ertragsteuern

Die Ertragsteuern im Konzern setzen sich wie folgt zusammen:

Ertragsteuern

in Mio. €

 

2008

 

2007

Laufende Steueraufwendungen und -erträge

 

284

 

509

Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge

 

–3

 

–25

Latente Steueraufwendungen und -erträge

 

–51

 

–105

Fortgeführte Aktivitäten

 

230

 

379

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 230 Mio. EUR ist um 52 Mio. EUR niedriger als der erwartete Ertragsteueraufwand in Höhe von 282 Mio. EUR, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 28,1 Prozent (Vj. 37,3 Prozent) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns ergeben würde. Erfolgsneutral erfasste Steuereffekte sind im Detail unter Ziffer [22] dargestellt.

Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

in Mio. €

 

2008

 

2007

Ergebnis vor Steuern

 

1.006

 

1.375

Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der Linde AG (in %)

 

28

 

37

Erwarteter Ertragsteueraufwand

 

282

 

514

Steuersatzunterschiede Ausland

 

–31

 

–72

Effekt aus assoziierten Unternehmen

 

–13

 

–29

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge

 

–55

 

–119

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen

 

47

 

91

Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge

 

–3

 

–25

Effekt aus Steuersatzänderungen

 

–29

 

–42

Veränderung von anderen permanenten Differenzen

 

31

 

61

Sonstige Abweichungen

 

1

 

Ausgewiesener Ertragsteueraufwand

 

230

 

379

Effektive Steuerbelastung (in %)

 

23

 

28

Im Geschäftsjahr 2008 beträgt der inländische Körperschaftsteuersatz aufgrund des Unternehmenssteuerreformgesetzes 15,0 Prozent (Vj. 25,0 Prozent). Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes von 12,3 Prozent (Vj. 10,9 Prozent) sowie des Solidaritätszuschlags (0,8 Prozent, Vj. 1,4 Prozent) ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz von 28,1 Prozent (Vj. 37,3 Prozent). Für die Ermittlung der latenten Steuern bei inländischen Gesellschaften wird wie bereits im Vorjahr ein latenter Steuersatz von 28,1 Prozent angewendet.

Die Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften liegen zwischen 12,5 Prozent und 40,0 Prozent.

Auf thesaurierte Gewinne von Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuern berechnet, da die Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden oder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen.

Die Verringerung des Effekts aus Steuersatzunterschieden Ausland ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des deutschen Ertragsteuersatzes zurückzuführen.

Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern

 

 

2008

 

2007

in Mio. €

 

Aktive latente
Steuern

 

Passive latente
Steuern

 

Aktive latente
Steuern

 

Passive latente
Steuern

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

 

112

 

1.592

 

99

 

2.050

Finanzanlagen

 

134

 

152

 

80

 

177

Kurzfristige Vermögenswerte

 

108

 

250

 

202

 

323

Rückstellungen

 

186

 

173

 

224

 

183

Verbindlichkeiten

 

697

 

827

 

369

 

347

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

 

106

 

 

102

 

Wertberichtigung

 

–11

 

 

–9

 

Saldierungen

 

–1.105

 

–1.105

 

–916

 

–916

 

 

227

 

1.889

 

151

 

2.164

Aktive latente Steuern wurden wertberichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile nicht realisiert werden können. Eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern von 11 Mio. EUR (Vj. 9 Mio. EUR) wurde daher auf potenzielle Minderungen der Steuerbemessungsgrundlage in Höhe von 56 Mio. EUR (Vj. 49 Mio. EUR) gebildet, da die Nutzung der zugrunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften (51 Mio. EUR; Vj. 35 Mio. EUR) und abzugsfähigen temporären Differenzen (5 Mio. EUR; Vj. 14 Mio. EUR) nicht wahrscheinlich ist. Von diesem Gesamtbetrag an wertberichtigten potenziellen Minderungen der Steuerbemessungsgrundlage in Höhe von 56 Mio. EUR (Vj. 49 Mio. EUR) sind 46 Mio. EUR (Vj. 31 Mio. EUR) bis zu zehn Jahren und 5 Mio. EUR (Vj. 4 Mio. EUR) länger als zehn Jahre vortragbar.

Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen

in Mio. €

 

2008

 

2007

Bis zu zehn Jahren vortragsfähig

 

45

 

46

Über zehn Jahre vortragsfähig

 

12

 

121

Unbegrenzt vortragsfähig

 

224

 

277

 

 

281

 

444

Der Rückgang der Verlustvorträge ist zum Großteil auf die Nutzung in Deutschland, Großbritannien und den USA zurückzuführen. Bei den Steuergutschriften ist insbesondere im Zusammenhang mit Investitionsförderungsmaßnahmen im Berichtszeitraum ein Anstieg zu verzeichnen.



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Die nachfolgenden Informationen sind Teil des Konzernabschlusses zum 31.12.2008, der von KPMG Deutsche Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft geprüft und testiert wurde.

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