Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen

Die hohe Nachfrage nach Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen im Jahr 2007 hat sich auch 2008 fortgesetzt. So haben wir beispielsweise von BASF den Auftrag zum Detail-Engineering (Glossar) mit Lieferung und Montage einer Wasserstoff-Anlage (50.000 Nm³/h) auf Basis unseres Basic-Engineering.

Ein besonders wichtiger Erfolg war der Auftrag für den Bau einer großen Wasserstoff-Anlage für die Raffinerie der Indian Oil Company in Barauni (Indien). Wir haben uns dabei gegen eine Reihe von internationalen Wettbewerbern durchgesetzt und unsere Technologieführerschaft in diesem Produktsegment einmal mehr unter Beweis gestellt. Wir wickeln dieses Projekt gemeinsam mit unserer Tochterfirma Linde Engineering India ab, die für den indischen Teil der Anlagenlieferung sowie für die Montage zuständig ist. Der indische Markt zur Wasserstofferzeugung für Raffinerien bietet auch zukünftig ein großes Potenzial – sowohl für unser Anlagenbaugeschäft als auch für unser Gasegeschäft.

Das Interesse an unserer Rectisol® (Glossar)-Technologie (Rectisol®-Anlage) zur Entfernung von CO2 und Schwefelkomponenten aus dem Synthesegas von Kohlevergasungs-Anlagen hält weltweit unvermindert an. Allein in China, wo zahlreiche Kohlevergasungs-Anlagen gebaut werden, konnten wir fünf Process-Design-Pakete inklusive Lizenzgebühr – teilweise auch mit Lieferung einer Coldbox (Glossar) zur CO2-Abtrennung – gegen die starke Konkurrenz chinesischer Unternehmen gewinnen.

Bei den zahlreichen internationalen Projekten zur Kohlevergasung mit CO2-Abtrennung und -Speicherung steht unsere Kompetenz in der Synthesegaskonditionierung im Mittelpunkt des Interesses zahlreicher Kunden. Dieser Anlagenbereich – auch Gas Conditioning genannt – bündelt unsere Anlagentechnologien Rectisol®, Entschwefelung, und Druckwechseladsorption. Bei den bedeutenden Clean Coal Gasification-Projekten von Conoco Phillips zur Erzeugung von synthetischem Erdgas in Kentucky (USA) und von Valero zur Erzeugung von Wasserstoff für sechs Valero-Raffinerien an der texanischen Golfküste konnten wir unsere Technologien im Rahmen von Auftragsstudien erfolgreich gegen konkurrierende Verfahren platzieren. Sofern diese Projekte realisiert werden, haben wir gute Chancen, auch Anlagenkomponenten in größerem Umfang in die Projekte einzubringen.

Infolge sehr hoher Naphtha-Preise in Südkorea und Taiwan werden zwei Anlagen zur CO2-Produktion auf Basis einer partiellen Oxidation teilweise auf den günstigeren Einsatzstoff Heavy Fuel Oil (Glossar) umgestellt. Wir haben für die beiden Kunden Samsung-BP und Formosa Plastic Corporation entsprechende Studien durchgeführt und konnten im Jahr 2008 die Aufträge zum Umbau der Anlagen gewinnen. Damit haben wir unsere Marktführerschaft auf dem Gebiet der Vergasungs-Anlagen zur Synthesegasherstellung weiter ausgebaut.



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Die nachfolgenden Informationen sind Teil des Konzernabschlusses zum 31.12.2008, der von KPMG Deutsche Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft geprüft und testiert wurde.

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